Trauung

Hochzeit

Entscheidung ...so anwortet:Ja,mit Gottes Hilfe!
Erwartungen Welche wichtigen Erwartungen werden an den Partner gestellt?
Ehe aus Glauben Stärkung der Partnerschaft durch den Glauben
Vorbereitungen Anmeldung und wichtige Adressen
Bis der Tod euch scheidet? über das miteinander leben
Lernprozess Ehe über den gemeinsamen Lebensweg
Ehe im Alltag Konflikte lösen und Krisen meistern
Übrigens... alles,was noch nicht gesagt wurde
Bibelworte Beispiele von Bibelworten
ökumenische Trauung evangelische Trauung mit katholischer Beteiligung
Bibelabschnitte Bibelabschnitte zur Trauung
Die Andacht Beispiel für einen möglichen Ablauf


Entscheidung
Mit der Antwort des Ehepaares wird vor Gott und der Gemeinde Gottes Segen für die Ehe erbeten und durch die Trauung auch zugesprochen. Wichtig: Die Ehe wird nicht in der Kirche geschlossen. Das geschieht bereits vorher auf dem Standesamt. Die Entscheidung der Ehepartner ist noch wesentlich früher gefallen. Der entscheidene Prozess findet also zwischenzwei Menschen statt, die sich auch dafür entscheiden, dass Gottes Segen und ein christliches Verständnis zu ihrer Ehe dazugehört.

Erwartungen
Die eheliche Lebensgemeinschaft ist für die meisten Menschen der Weg zur Entfaltung der Persönlichkeit und zur echter Selbstverwirklichung. In unserer Welt wächst die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Man wünscht sich eine/n Partner/in dem/der man vertrauen, auf den/die man sich verlassen kann, der/die durchhält und zu einem steht in guten wie in schlechten Tagen.


Ehe aus Glauben
Ihre Entwicklung ist weder in allem vorhersehbar noch planbar. Es gehört Mut dazu, eine Ehe mit den geforderten Konsequenzen einzugehen. Dazu hilft der Glaube an einen Gott, der in Jesus Christus für alle sichtbar gemacht hat, dass er in dauernder Liebe den Menschen nahe ist und sie so annimmt, wie sie sind. Für viele Menschen bedeutet dieser Glaube eine größere Hilfe für das Gelingen ihrer Liebesbeziehung. In der Partnerschaft zweier Menschen wird Gottes Liebe und Treue zu den Menschen sichtbar und erfahrbar.



Vorbereitungen
Zunächst: Sprechen Sie bitte wegen der Anmeldung des Gottesdienstes so früh wie möglich mit Ihrem zuständigen Pastor oder IhrerPastorin. Verabreden Sie also einen Termin für die Trauung. Bei dem ersten Kontakt wird der Pastor oder die Pastorin auch einen Termin für ein Traugespräch mit Ihnen verabreden. Dabei geht es darum, sich kennenzulernen. In dem Gespräch wird auch zur Sprache kommen, was die Ehe bedeutet, für die Kirche, vor allem aber auch für Sie. Und schließlich wird in dem Gespräch auch der Ablauf und die Gestaltung des Gottesdienstes besprochen. An Dokumenten brauchen die Pfarrämter natürlich Ihre persönlichen Angaben, Namen, Adresse, Angaben über Taufe, Konfirmation, Eltern. Zuständig ist für Sie normalerweise der Pastor oder die Pastorin, in deren Gemeinde Sie mit Ihrem ersten Wohnsitz gemeldet sind. Viele Menschen wollen aber woanders heiraten , zum Beispiel dort, wo Sie herkommen, in der Kirche, in der Sie getauft oder konfirmiert sind. Darüber müssen Sie sich natürlich mit Ihrem Partner einig werden. Wenn Sie also in einer anderen, eigentlich nicht für Sie zuständigen Kirche heiraten wollen, sprechen Sie auf alle Fälle rechtzeitig mit dem dortigen Pastor oder Pastorin. Von Ihrem eigentlich zuständigen Pfarramt benötigen Sie dann ein Dimissoriale, d.h. eine Erlaubnis, dass die Trauung in einer anderen Kirche stattfinden kann. In der Regel ist diese Bescheinigung reine Formsache.



Bis der Tod euch scheidet

Nach evangelischen Verständnis ist die Ehe eine Lebensform, in der zwei Menschen auf Dauer in Liebe und Treue zusammengehören. Deshalb ist die Ehe auch keine Einrichtung auf Zeit. Aber: Auch Ehen können scheitern. In einer solchen Situation muss in seelsorgerlicher Verantwortung gegenüber dem Partner beraten werden, ob eine Trennung unter Umständen "heilsamer" ist als das Beharren auf der Unauflösbarkeit. Aber: Ehen müssen auch nicht scheitern. In Krisen hilft auch oft das Gespräch, und, wenn Mann/Frau einmal zu zweit nicht weiterkommen, dann gibt es Beratungseinrichtungen in freier aber auch konfessioneller Trägerschaft. Und auch Pastoren/Pastorinnen stehen in Krisen zum Gespräch bereit.



Lernprozess Ehe
Partnerschaftliche Liebe ist nicht von Anfang an an in der ganzen Fülle gegeben. Ehe ist ein Unterwegssein. Frau und Mann stehen dabei in einem schöpferischem Lernprozess. Die Hoffnung auf eine Vertiefung ihrer Liebesbeziehung ist die Kraft, die sie immer wieder neu beginnen lässt. Aus der anfänglichen, willentlichen Bereitschaft zu lebenslanger Gemeinsamkeit kann eine reife, schenkende Liebe werden, die nicht einengt, sondern befreit.



Ehe im Alltag
Beiden ist die Aufgabe gestellt, in einem langen Prozess immer mehr "wir" zu werden. Damit dieser Prozess gelingen kann, ist es wichtig, dass Sie Ihre Gefühle ausdrücken, Ihre Wünsche äußern und aufgreifen, sich Ihre Erlebnisse mitteilen und gemeinsam verarbeiten. Gemeinsame Arbeit und Sorge, gemeinsames Spiel und Hobby, gemeinsames Lachen und Trauern vertiefen die Beziehung zwischen Mann und Frau. Dennoch muss ein persönlicher Freiheitsraum erhalten bleiben. Auch brauchen Ehepaare Kontakte zu anderen Menschen um nicht zu vereinsamen. Konflikte gehören ebenfalls zum Rettungsprozess einer Ehe.



Übrigens...
Evangelische Trauung / Katholische Trauung Gibt es da eigentlich Unterschiede?Beiden Konfessionen gemeinsam ist die Überzeugung, dass die Ehe als eine dem Willen Gottes entsprechende Lebensgemeinschaft einer Frau und eines Mannes verstanden wird. Nach dem christlichen Glauben haben gegenseitige Zuwendung, Achtung und Treue, die Überwindung von Spannungen und die Vergebung von Schuld ihre tiefste Wurzel in der Liebe Gottes. Beide Kirchen gehen auch davon aus, dass die Ehe auf Lebensdauer geschlossen wird.Die EVANGELISCHE KIRCHE erkennt die Willenserklärung der Brautleute vor dem Standesamt als Eheschließung an. Das bedeutet, dass die EVANGELISCHE TRAUUNG ein Gottesdienst mit Predigt, Bekenntnis, Gebet und Segen ist, aber keine zweite Eheschließung. Die Eheleute stellen ihre Ehe unter Gottes Wort und Gottes Segen und bekunden öffentlich, dass sie ihr gemeinsames Leben als Mitglieder der christlichen Gemeinde verantwortlich führen wollen.Die KATHOLISCHE KIRCHE setzt den Gang zum Standesamt voraus. Die kirchlich gültige Eheschließung eines Katholiken ist jedoch die kirchliche Trauung. Im Unterschied zur evangelischen Kirche versteht die katholische Kirche die Ehe unter Christen als Sakrament. Das bedeutet, die KATHOLISCHE Trauung ist eine Eheschließung, bei der das Brautpaar vor dem Pfarrer und zwei Trauzeugen ihren Willen zur Ehe erklären..



Bibelworte

  • 1. Ich will Dich segnen und Du sollst ein Segen sein. (1.Mose 12,2)
  • 2. Fürchte Dich nicht , ich bin Dein Schild. (1.Mose 15,1)
  • 3. Ich bin mit Dir und will Dich behüten, wo du hinziehst. (1.Mose 28,15)
  • 4. Dein Gott ist barmherzig und wird Dich nicht verlassen. (5.Mose 4,31)
  • 5. Ich habe Dir gesagt, daß du getrost und freudig sein kannst! (Josua 1,9)
  • 6. Die Gott liebhaben sollen sein, wie die aufgehende Sonne in ihrer Pracht. (Richter 5,31)
  • 7. Gottes Wege sind vollkommen. Gott ist ein Schild denen, die vertrauen. (2.Sam.22,31)
  • 8. Die Hand Gottes meint es gut mit denen, die Gott suchen. (Esra 8,22)
  • 9. Wer Gottes Namen anrufen wird, soll errettet werden. (Joel 3, 5)
  • 10. Gottes Weisungen sind richtig und erfreuen das Herz. (Ps.19, 9)
  • 11. Gott ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Ps.23, 1)
  • 12. Gott führt mich den richtigen Weg. (Ps.23, 3)
  • 13. Gott, zeige mir Deine Wege und lehre mich Deine Steige. (Ps.25, 4)
  • 14. Die Wege Gottes sind lauter Güte und Treue für alle, die Gottes Bund und Gebote halten. (Ps.25,10)
  • 15. Sei getrost und unverzagt und warte auf Gott. (Ps.27,14)
  • 16. Gott ist meine Stärke und mein Schutz; auf Gott hofft mein Herz und mir ist geholfen. (Ps.28, 7)
  • 17. Wer auf Gott hofft, wird von Güte umfangen. (Ps.32,10)
  • 18. Gottes Wort ist wahrhaftig, und was Gott zusagt, das ist gewiß. (Ps.33, 4)
  • 19. Bei Dir ist die Quelle des Lebens und in Deinem Licht sehen wir das Licht. (Ps.36,10)
  • 20. Befiehl Gott Deine Wege und hoffe auf ihn. Gott wird's wohl machen. (Ps.37, 5)
  • 21. Land erben und darin wohnen allezeit. (Ps.37,29)
  • 22. Gott ist unsere Zuversicht und darum fürchten wir uns nicht. (Ps.46, 2f)
  • 23. Dennoch bleibe ich stets an Dir, denn Du hälst mich bei meiner rechten Hand.(Ps.73,23)
  • 24. Weise mir, Gott, Deinen Weg, daß ich wandle in Deiner Wahrheit. (Ps.86,11)
  • 25. Gott hat den Engeln befohlen, daß sie Dich behüten auf allen Deinen Wegen. (Ps.91,11)
  • 26. Lebt vor Gott mit Freude, kommt vor Gottes Angesicht mit fröhlichem Gesang! (Ps.100,2)
  • 27. Lobe Gott, meine Seele, und vergiß nicht, was Gott Dir Gutes getan hat! (Ps.103,2)
  • 28. Die Gnade Gottes währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen,die Gott achten. (Ps.103,17)
  • 29. Gott denkt an uns und segnet uns. (Ps.115,12)
  • 30. Gott wird Deinen Fuß nicht gleiten lassen, und wer Dich behütet schläft nicht.(Ps.121,
  • 31. Gott behüte Deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. (Ps.121,8)
  • 32. Gott ist Deine Zuversicht, Gott behütet Deine Schritte. (Sprüche 3,26)
  • 33. Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht. (Jes.12,2)
  • 34. Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von Dir weichen! (Jes.54,10)
  • 35. Gottes Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern ist jeden Morgen neu.(Klagel.3,22)
  • 36. Ich bin das Licht der Welt! Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh. 8,12)
  • 37. Ein neues Gebot gebe ich euch: daß ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe! (Joh.13,34)
  • 38. Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm. 8,14)
  • 39. Wir wissen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. (Röm. 8,28)
  • 40. Ist Gott für uns, wer mag gegen uns sein? (Röm. 8,31)
  • 41. Nehmt einander an, wie Christus uns angenommen hat. (Röm.15,7)
  • 42. Alle eure Dinge laßt in Liebe geschehen.1.Kor.16,14)
  • 43. Laßt uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. (Eph.4,15)
  • 44. Gott ist treu und wird euch stärken und bewahren vor dem Argen! (2.Thess.3,3)
  • 45. Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft der Liebe. (2.Tim.1,7)



Ökumenische Trauung
Eine ökumenische Trauung im eigentlichen Sinn gibt es nicht! Es gibt immer nur eine evangelische Trauung mit katholischer Beteiligung oder umgekehrt. Der gastgebende Pastor vollzieht dann in der Regel auch die eigentliche Trauzeremonie, während der Gast die Ansprache hält.Normalerweise findet das Traugespräch zusammen mit be iden Pastoren statt. Wichtig für den katholischen Partner ist allerdings, dass er sich einen Dispens von der Formpflicht einholt. Denn: nach katholischem Verständnis ist nur verheiratet, wer katholisch heiratet. Wenn mann/frau das nicht will aber trotzdem als verheiratet gelten möchte – und dann auch zur Kommunion zugelassen ist, braucht mann/frau die Erlaubnis der katholischen Kirche. Die stellt der zuständige katholische Pfarrer mit Zustimmung des Bischofs aus. Das klingt zwar recht kompliziert, sollte in den meisten Fällen aber eine Formsache sein.heiratet.



Andacht
Es gibt viele Möglichkeiten, einen Traugottesdienst zu feiern.
Und selbstverständlich haben Sie dabei viel Gestaltungsspielraum.Ein möglicher Ablauf könnte so sein:

  • Orgelvorspiel mit Einzug
  • Begrüßung
  • Lied
  • Psalm und Gebet
  • Ansprache
  • Lied oder Musik
  • Trauung (mit Schriftlesung, Traufrage, Ringwechsel und Trausegen)
  • Lied oder Musik
  • Fürbitten und Vaterunser
  • Schlusslied oder Musik
  • Segen
  • Orgelnachspiel und Auszug

Wenn Sie möchten, können Sie Vorschläge für die Gestaltung der einzelnen Stücke machen. Das wird vor allem die Lieder oder überhaupt die musikalische Gestaltung betreffen. Aber auch Psalm und Fürbitten bieten sich an. Die Fürbitten können auch von Freunden oder Verwandten übernommen werden, ob nur gelesen oder sogar selbst verfasst .Bitte beachten Sie bei Ihrer Terminwahl: nach der Ordnung der einzelnen Gemeinden können in der Karwoche ( also in der Woche vor Ostern ) keine Trauungen stattfinden.



Bibelabschnitte

  1. Bibelabschnitte zur Trauung Psalm 23
    Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein.Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar
  2. .Matthäus 19, 4 - 6
    Jesus Christus spricht: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: "Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden eins sein." Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was Gott so zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden
  3. .Römer 12, 9 – 13
    Christliche Liebe heißt, dass wir uns füreinander einsetzen. Darum setzt euch nicht rücksichtslos durch, nutzt euch nicht gegenseitig aus, sondern seid auf das bedacht, was für den anderen gut ist. Wendet euch einander immer wieder in herzlicher Liebe zu und behaltet die Achtung voreinander. Schiebt nicht dauernd vor euch her, was ausgesprochen und getan werden muß. Habt Vertrauen zu dem Geist, der euch zusammenführt. Dann ist euer Leben vom Glauben an den Herrn bestimmt. Er ist die Hoffnung aller Hoffnungen. Freut euch darüber und haltet euch daran bei allem, was euch den Mut nimmt. Überdenkt euren Tag im Gebet. Seid nicht nur im vertrauten Kreis füreinander da, sondern seid offen für alle, die euch begegnen und euch brauchen.
  4. Epheser 4, 32 – 5, 2
    Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. So folgt nun Gottes Beispiel als die von ihm geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.